Bourbon  gesellt sich sich in die Rubrik...

Bourbon / USA

Bourbon gesellt sich sich in die Rubrik "amerikanischer Whiskey" und wird vor allem für seine leicht rauchigen und würzig, süßen Aromen geschätzt. Da Whiskey in den USA und in Irland mit einem zusätzlichen "e" vor dem "y" geschrieben wird, werden wir dies bei unserem Artikel über Bourbon auch übernehmen um den American Way of Whiskeeey besser transportieren zu können.

Wie kam Whiskey nach Amerika?
Dazu gibt es eine ausführliche und detaillierte Geschichte aber wir versuchen es so kurz wie möglich zu machen. Im 15. und 16. Jahrhundert besiedelten die ersten Europäer Mittelamerika und die Karibik. Bis zu diesem Zeitpunkt waren gebrannte Spirituosen in Amerika noch unbekannt. Da die Europäer sich aber auch in ihrer neuen Heimat ein gutes Glas Alkohol gönnen wollten, führten sie das Destillationsverfahren ein. Daraus entstand eine der ersten beliebten Spirituosen: Rum.
Die Herstellung von Whiskey gestaltete sich etwas schwieriger. Die benötigte Gerste wuchs schlecht und somit wurde der Fokus auf eine bestehende, gut gedeihende Ressource gelenkt: Mais. In Kombination mit Weizen, Roggen oder Gerste entstand ein toller Geschmack und die klassische Kombination für einen Bourbon war geboren.
Was nun noch fehlte waren die rauchigen Noten des verbrannten Torfs. Bei Torf handelt es sich um eine spezielle Bodenart die typisch für Moore ist und unvollständig zersetzte Pflanzenanteile enthält. Da die amerikanischen Böden diese Eigenschaften nicht hergeben, entschied man sich für Holz als Feuerquelle und überlegte sich eine Alternative, um die rauchigen Noten in den Whiskey einfließen zu lassen. Die Lösung bestand darin, die Fässer von innen auszubrennen. Die rauchigen Aromen gehen während der Lagerung in den Whiskey über und erzeugen einen einzigartigen Geschmack

Warum heißt der so?
Der Name "Bourbon" beruht auf zwei verschiedenen Geschichten.
Einerseits wird davon ausgegangen, dass der Name sich von dem Bezirk Bourbon County ableitet, denn dort liegt einer der ursprünglichen Herstellungsorte: Kentucky.
Der Bezirk erhielt seinen Namen übrigens zur Ehrung der französischen Königs-Familie Bourbon, die Amerika während des Befreiungskrieges gegen die britischen Streitkräfte unterstützte. 
Eine andere Geschichte bezieht sich auf die Bourbon Street in New Orleans. Ein Ort an dem die Menschen in Genuss eines ganz besonderen Whiskeys kamen und dadurch immer nach einem Glas "Bourbon" fragten.

Was ist Bourbon und gibt es unterschiedliche Sorten?
Bei der Herstellung sieht die Welt schon klarer aus. Bei Bourbon handelt es sich in der Zusammensetzung um ein Destillat, welches zu 51% aus Mais und in restlichen Anteilen aus Roggen, Weizen und Gerste besteht. Diese Zusammensetzung wird auch als Mash Bill bezeichnet.
Der Alkoholgehalt darf bei der Produktion 80% nicht überschreiten und darf während der Lagerung in Eichenfässern bei maximal 62,5% liegen. Für die Reifung dürfen nur neue, ausgekohlte Eichenfässern verwendet werden.
In Stein gemeißelt wurden diese Grundregeln durch den Code of Federal Regulations der aus der Feder der US Gesetzgebung stammt. Unterm Strich heißt es, dass außerhalb der USA kein Bourbon hergestellt werden darf und der Begriff international geschützt ist.
Wichtig, Bourbon ist nicht gleich Bourbon. Ein Großteil der Brennereien befindet sich in Kentucky und Tennessee und hier wird auf traditionelle Produktionsschritte und ortseigene Herstellung Wert gelegt. Was genau sich hinter den einzelnen Bezeichnungen und Kategorien verbirgt, erklären wir euch im folgenden Abschnitt.
Tennessee Whiskey gehört zur Rubrik Bourbon Whiskey und seit 2013 gibt es gesetzliche Vorschriften zur Produktion. Es gelten zum einen die Grundregeln für Bourbon und zum anderen muss der Whiskey in Tennessee hergestellt worden sein. Ein weiteres Kriterium bildet die Filtration durch Holzkohle. Dieses Vorgehen wird auch als Lincoln County Process bezeichnet und wurde nach dem entsprechenden Bezirk benannt, in dem es circa 1829 entwickelt wurde.
Und wer genau hats erfunden?
Den Gerüchten zufolge entwickelte Alfred Eaton aus der heutigen Jack Daniels Distillery (ehemals Cave Springs Distillery) dieses besondere Filterverfahren, das dem Tennessee Whiskey seinen milden Geschmack und eine weiche Textur verleiht. Es wird auch als "Charcoal Mellowing" bezeichnet oder bei Jack Daniels als "The Extra Blessing" verehrt.

Wie läuft das ganze ab?
Es werden zunächst Paletten aus Zuckerahorn mit Whiskey benetzt und verbrannt. Die daraus gewonnene Kohle wird als Filter verwendet, durch die der Bourbon langsam durchsickert oder auch durchgepumpt wird. Je nach Marke kann diese Schicht zwischen 3 und 4 Meter dick sein.

Straight Bourbon
Dieser Whiskey muss mindestens 2 Jahre in neuen amerikanischen Eichenfässern reifen und darf kein Blend sein, beziehungsweise nicht verschnitten werden. Nach 4 Jahren Lagerung muss die Dauer nicht mehr auf dem Etikett angegeben werden. Der Zusatz von Farbstoffen und künstlichen Aromen ist nicht erlaubt.

Kentucky Straight Bourbon
Die minimale Lagerzeit liegt bei einem Jahr und natürlich darf die Herstellung nur in Kentucky erfolgen.

Bonded Bourbon / Bottled-in-Bond 
Dieser Whiskey stammt aus nur einer Brennerei und wird aus einem Jahrgang hergestellt. Die Lagerung erfolgt für mindestens 4 Jahre in besonderen Lagerhäusern. Diese werden sorgsam vom Zoll überwacht und auch als Bonded Warehouse bezeichnet.

White Dog
Hierbei kann es sich um einen Bourbon handeln, der vielleicht nur einen Tag in einem ausgebrannten Eichenholzfass gelagert wurde. Geschmacklich erlebt ihr hier das pure, klare Destillat.

Damit kennt ihr erstmal die wichtigsten Gruppierungen. Oft sind auf dem Etikett noch zusätzliche Angaben zu finden, die für eure Wahl durchaus entscheidend sein können. Daher kommen hier noch ein paar spannende Zusatzinformationen.

Worauf achte ich beim Etikett:
Single Barrel
Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, die diesen Begriff genau definieren. Es bedeutet aber, dass der Whiskey aus einem einzigen Fass entnommen wird.

Small Batch
Hier wird aus einer limitierten Anzahl an Fässern eine kleine Menge Whisky abgefüllt. Oftmals handelt es sich hierbei um Sondereditionen.

Sour Mash Verfahren
Sour Mash bedeutet so viel wie saure Maische und findet speziell bei der Bourbon Herstellung seine Anwendung. Ein allgemein wichtiger Schritt bei der Whiskey-Produktion ist die Fermentation. Dabei wird der Maische (eingeweichter Schrot) Hefe hinzugefügt, die den Zucker in Alkohol umwandelt. Desto saurer der pH-Wert ist, desto optimaler sind die Arbeitsbedingungen für die Hefe. Daher wird die neutrale Maische mit einem Teil der Destillationsrückstände angereichert, um einen saures Milieu zu erzeugen. Der Gärungsprozess wird dadurch optimiert und ungewollte Bakterien vergrault. Wird auf die Zugabe der Destillationsrückstände verzichtet, wird es als Sweet Mash Methode bezeichnet.
Das Sour Mash Verfahren findet ihr unter anderem bei den Marken Jim Beam, Jack Daniels, Woodford Reserve, Maker's Mark und Wild Turkey.

Proof
Die Angabe des Alkoholgehalts erfolgt in Vol.% oder traditionell in Proof. Letzteres definiert 7/4 des Alkoholgehalts. 100% Proof entsprechen 57,15 % Vol. Alkohol ( (100/7) *4). Bei 105% Proof sind es demnach 60% Vol. Wenn ihr damit bei Wer wird Millionär nicht den finalen Punkt holt, dann weiß ich auch nicht weiter.

Was hat unser Shop zu bieten?
Online sowie vor Ort in der Katahrinenstraße in Berlin findet ihr Produkte der Lynchburg Distillery, besser bekannt unter dem Namen Jack Daniels. Dazu gehört unter anderem der weltweit beliebte Klassiker "Black Label", der milde "Gentleman Jack" Tennessee Whiskey, die verschiedenen Single Barrel Variationen sowie auch limitierte Sammlerstücke wie die Gitarren Edition.

Dazu gesellt sich der wilde, teils pfeffrig scharfe Bulleit Whiskey als Bourbon und Straight Bourbon. 
Natürlich haben wir auch was für die besonderen Ansprüche auf Lager und somit findet ihr in unserem Sortiment auch den Premium Whisky Maker's Mark aus Kentucky. Dieser ist bekannt ist für seine weit entwickelten und anspruchsvollen Herstellungsmethoden, den individuellen Wachsverschluss sowie der Schreibweise ohne "e" im Whisk(e)y. Hiermit soll die Authentizität und Nähe zum schottischen Vorbild deutlich gemacht werden.
Wenn wir uns schon bei Whiskey aus Kentucky befinden, darf natürlich auch Jim Beam nicht unerwähnt bleiben. Der Jim Beam Kentucky Straight Bourbon ist weltweit bekannt und beliebt. Er brilliert mit seinem samtig, weichen Geschmack und ist bestens für Einsteiger geeignet.
Macht euch am besten selbst einen Eindruck und schaut auch gerne in unserem Laden vorbei. Bei Fragen könnt ihr natürlich auch direkt in der Schnapsaffen-Zentrale anrufen und wir beraten euch zu den verschiedenen Produkten.