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Champagner

Champagner gilt in vielen Teilen der Welt als das festlichste aller Getränke. Der elegant prickelnde Schaumwein, der ausschließlich aus nach streng festgelegten Regeln im Weinanbaugebiet der Champagne gelesenen Trauben hergestellt wird, bereichert jeden Anlass mit seinem fruchtig-frischen Geschmack und seiner fein-spritzigen Perlage, so dass er seinen Siegeszug über die europäischen Königshäuser in die ganze Welt antreten konnte. Nachdem bereits der exquisite Wein aus der französischen Champagner-Region gerade in vornehmen Kreisen beliebt geworden war, entstand die Herstellung des ersten Champagners eher unabsichtlich im 17. Jahrhundert. Da die Lagerung in Fässern dem frische Vin de Champagne nicht immer gut bekam, begannen die Winzer damit, den Wein für den Export in Glasflaschen abzufüllen, in denen er im Falle einer unzureichenden Umwandlung des Zuckers weiter gärte. Gerade dieser spritzige Wein erwies sich als großer Erfolg.

Der Genuss des beliebten Schaumweins war zu dieser Zeit allerdings noch mit großen Gefahren verbunden, da der Prozess unkontrolliert ablief und die Glasflaschen jederzeit explodieren konnten. Im Jahre 1662 erwähnte der englische Arzt und Gelehrte und offensichtlicher Liebhaber von Schaumweinen in einem bei der Royal Society eingereichten Aufsatz erstmals den gezielten Zuckerzusatz in der Flasche, um dem Wein Frische und Perlage zu verleihen, aber bis weit ins 19. Jahrhundert blieb der Handel mit Champagner ein gefährliches Geschäft, bei dem die Kellermeister im Umgang mit dem flaschengärenden Champagner Masken aus Eisen trugen, um sich vor eventuell herumfliegenden Glassplittern zu schützen. Nichtsdestotrotz entwickelt sich seit der offiziellen königlichen Erlaubnis Ludwig des XV im Jahre 1728 für den Transport von Wein in Flasche ein gigantisches Geschäft um den französischen Schaumwein, der sich auch nur mit einer Herkunft aus der exzellenten Weinbauregion der Champagne als echter Champagner bezeichnen darf.

Heutzutage ist die Gefahr von explodierenden Flaschen natürlich gebannt und die über 300-jährige Erfahrung in der Champagnerherstellung hat das prickelnde Erlebnis beim Trinken perfektioniert und den Geschmack immer intensiver, edler und harmonischer werden lassen. Bereits der Benediktinermönch Dom Perignon (16 38 – 1715, daher kommt der Name der heutigen Champagnermarke) entwickelte die Methode mit der Fülldosage, also der Zugabe der genauen Menge Zucker zur Erreichen des gewünschten edlen Charakters, weiter und begründeten die Kunst des Vermählens verschiedener Champagnerweine (Auswahl der Assemblage) mit, ebenso die Kunst des Weißkelterns von roten Trauben.

Bis ins frühe 19. Jahrhundert war der Champager noch trübe, die klare goldene und elegante Erscheinung der heutigen Schaumweine geht auf Madame Clicquot zurück, die im Jahre 1806 das Rütteln und Degorgieren in die Produktion von Champagner einführte, wobei Veuve Clicquot heute eine begehrte Champagnermarke des Luxuskonzerns Moët Hennessy Louis Vuitton ist. Bereits zwei Jahre früher hatte Veuve Cliquot den ersten Rosé-Champagner der Geschichte auf den Markt gebracht. Durch Hersteller wie Veuve Clicquot und das Angebot der anderen großen Champagnerhäuser wie zum Beispiel Ruinart, das älteste, heute noch existierende, das bereits im Jahre 1729 und damit ein Jahr nach Legalisierung des Flaschentransports gegründet wurde, sowie Heidsieck, Moët, Perrier-Jouët und Bollinger, um nur einige der Großen zu nennen, wurde der Champagner schließlich zu dem Luxusgetränk des 19. Jahrhunderts und konnte seinen Status auch über die Umwälzungen des 20. Jahrhunderts hinaus bis heute beibehalten.

Heute werden weltweit mehrere hundert Millionen Flaschen des edlen französischen Schaumweins jährlich konsumiert, was aufgrund der langen Reifezeit eine Lagerung von mehreren Milliarden Flaschen in den Kellern der Champagnerhäuser nötig macht, wobei Frankreich nicht nur der einzige Exporteur von Champagner, sondern auch selbst der größte Konsument ist. Champagner exportiert somit auch immer etwas von dem „savoir vivre“, für das Frankreich so berühmt ist, gewürzt mit einer kleinen Prise luxuriöser Dekadenz aus dem Zeitalter der letzten französischen Könige sowie der Belle Èpoque vor dem Beginn des 20. Jahrhundert. Heute ist das Weinanbaugebiet der Champagne durch den Klimawandel bedroht und man geht davon aus, dass bereits im Jahre 2070 dort kein Weinanbau mehr möglich sein wird, umso mehr muss man folglich dem Genuss im Augenblick wertschätzen. Mit den faszinierenden technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts kann man das edle Getränk heute selbstverständlich auch bei berlinbottle.de beziehen, bequem wie ein König direkt von der Chaiselongue, aber natürlich viel leistbarer. Jetzt bestellen, gut, günstig und bequem bei berlinbottle.de!