Gin ist kein klassisches japanisches...

Roku

Gin ist kein klassisches japanisches Getränk, aber Japan und Gin, das passt einfach. Der Hersteller von Roku Gin, Beam Suntory, ist eigentlich vor allem bekannt als Hersteller von Whiskys, die er schon seit 120 Jahren in Japan perfektioniert. Aber die besondere Sorgfalt in der Komposition der Botanicals für Gin, in denen der im doppelten Sinne spirituelle Bezug zur Heimat verwirklicht werden kann, spricht die typische japanische Herangehensweise natürlich im Besonderen an. Alle lokalen Botanicals wurden nach dem Shun-Prinzip prozessiert, das heißt, dass sie nur zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet werden dürfen und dann sofort einzeln verarbeitet werden, um die Aromen bestmöglich extrahieren zu können.

Die lokalen Botanicals sind sechs an der Zahl, da diese Zahl in Japan als Glückszahl gilt, das spiegelt sich auch im sechskantigen Design der Flasche wieder. Die Yuzu Schale symbolisiert dabei den Winter, genau wie die mediterranen Zitrusfrüchte in Deutschland besonders im Winter konsumiert werden. Die Sakura-Blume und die Sakura-Blätter stehen für den Frühling, der Sencha-Tee und der Gyokuro-Tee für den Sommer und der Sansho-Pfeffer für den Herbst. Herausgekommen ist dabei ein komplexer und natürlich harmonischer Gin mit einer besonderen, exotischen Note.

Den Roku Gin gibt es erst seit Ende 2017 in Deutschland zu kaufen und ist in der europäisch dominierten Welt des Gins nach wie vor etwas Besonderes. Die Verbindung mit Japan zeigt sich zuerst in einer kräftigen Yuzu-Note, die sich erfrischend bemerkbar macht. Yuzu ist eine japanische Zitruspflanze mit säuerlich-aromatischem, leicht bitterem Aroma. Sakura ist der Name für die japanische Kirsche, deren Blüten und Blätter dem Gin eine blumiges Bouquet verleihen. Wenn man an Japan denkt, denkt man auch an grünen Tee, der sich im Roku Gin erdig-würzig im Hintergrund bemerkbar macht. Besonders im Nachklang schmeckt man die feine Schärfe des Sansho-Pfeffers.

Neben den für Japan typischen Botanicals werden für die Herstellung des Roku Gins auch die klassischen Gin-Botanicals verwendet, acht an der Zahl. Selbstverständlich Wacholder und dann Koriandersamen, Engelwurz, Engelwurzsamen, Kardamom, Zimt und die Schalen von Bitterorangen und Zitronen. All diese Zutaten verleihen dem Roku Gin seine große Harmonie, in der sich die klassichen Zutaten mit den lokalen Zutaten zu einem feinen Gin verbinden. Die milde Schärfe des Pfeffers und die klassischen Aromen werden dabei von einer samtigen Weichheit des Roku Gins begleitet, bei der der Suntory Konzern sein großes Know-How in der Destillation feiner Spirituosen aufblitzen lässt.

Roku Gin mit seinen erdigen, frischen Noten und dem leichten Duft der Kirschblüte findet seinen Weg in die japanischen Variante des klassischen Gin Tonic, für den der Hersteller als Garnitur Streifen von Ingwerwurzel empfiehlt. Der pure Genuss des Roku Gin sollte bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt erfolgen. Durch die ihn auszeichnende samtige Weichheit mach der Roku Gin auch in Longdrinks und Cocktails eine ausnehmend gute Figur. Das Kanji-Zeichten auf der beeindruckenden Flasche bedeutet übrigens die Zahl sechs, und mit dem Roku Gin ist die Zahl sechs auch in Europa definitv eine Glückszahl. Auf jeden Fall schon mal ein Domo Arigatou nach Japan für diese gelunge Bereicherung unserer Gin-Auswahl. 

Herkunft des Roku Gin: Japan