Wie wird Tequila hergestellt? 
 Der  Tequila...

Tequila & Mezcal

Wie wird Tequila hergestellt?

Der Tequila ist geradezu synonym geworden mit überschwänglichem Feiern voller Lebensfreude, bei dem Lecken, Beißen und Trinken im Kreise der besten Freunde und neuer Bekannte von einem Höhepunkt zum nächsten steuert. Mit mittelamerikanischer Begeisterung und einem inbegriffenen Gefühl von Subtropen, Sommer und Sonne schafft es Tequila locker, aus jeder Feier das Beste herauszuholen. Als Variante der Spirituose Mezcal, die aus dem Herz der Agave gebrannt wird, ist der Tequila eng mit seiner Heimat in Mexiko verbunden und bietet den Geschmack des exotischen süßen Sukkulentenherzens der blauen Agave. Der Name Tequila stammt von der mexikanischen Stadt, in deren Nähe die Agaven ausschließlich zur Produktion des feinen Agavenbrandes angebaut werden.

Bis eine Agave für die Produktion von Tequila verwendet werden kann, muss sie zuerst im Durchschnitt acht bis neun Jahre wachsen. Erst dann ist das Herz, im Spanischen Piña genannt, groß genug, um geerntet zu werden. Je nachdem, ob die Agaven im Hochland oder Tiefland von Mexiko wachsen, unterscheidet man übrigen den daraus hergestellten Tequila nach Lowland- und Highland-Tequilas. Dies betont, dass neben der speziellen Vergärung und der anschließenden Destillation die Qualität der Agaven mindestens ebenso wichtig für die Qualität des erzielten Tequilas ist. Nach der Ernte muss das Herz bei Temperaturen um die 70 °C bis zu 36 Stunden in Öfen gegart werden, um die darin enthaltenen Zucker in für die Fermentation wichtige Einfachzucker umzuwandeln. Die meisten heutigen Tequila-Brennereien verwenden für diesen Prozess sogenannte Autoklaven, die durch den erhöhten Druck und die damit erreichbare höhere Temperatur des heißen Dampfes wie in einem Schnellkochtopf kürzere Zeiten von etwa acht bis 14 Stunden erreichen können.

Nach dem Kochen folgt das Abkühlen der Agavenherzen, wofür man traditionell zwischen 36 und 48 Stunden vergehen lässt, bevor man sie verkleinert, mit Wasser durchsetzt und schließlich auspresst, was den Zucker und den Pflanzensaft mit seinen aromatischen Bestandteilen herauslöst. Der so entstehende Agavensirup kann nun zu einem 100%-Tequila verarbeitet werden, indem er ohne Zugabe von Zucker aus anderen Quellen fermentiert wird, oder aber es kann ein sogenannter Mixto-Tequila hergestellt werden, der nur über einen Mindestanteil von 51% Agavenzucker verfügen muss. Zudem gibt es noch einen Unterschied, ob der Agavensirup bzw. –most anschließend mit Hefen in die alkoholische Gärung übergeht, oder ob man für die Gärung spezielle Bakterien benutzt. Nur, wenn das Bakterium Zymomonas mobilis verwendet wird, darf sich der fertige Tequila als „Echter Tequila“ bezeichnen.

Der noch recht geringe Alkoholgehalt durch die Gärung wird anschließend durch eine zweifache Desti