Der Whiskey Maker‘s Mark wird in...

Makers Mark

Der Whiskey Maker‘s Mark wird in Kentucky hergestellt und unterscheidet sich von anderen Kentucky Straight Bourbon Whiskeys dadurch, dass neben Mais und gemälzter Gerste in der Maische Anteile von Weizen anstelle von Roggen zum Einsatz kommen. Die Rezeptur wurde Anfang der 50er Jahre das 20. Jahrhunderts von Bill Samuels senior zusammen mit der Whiskeykoryphäe Pappy von Winkle entwickelt. Mit der veränderten Rezeptur erobert sich der Bourbon Whiskey von Maker’s Mark in der Folge einen Platz als eher hochpreisiger Whiskey. Der Verzicht auf Roggen sorgt für ein vergleichsweise milderes Aroma und bedingt weitere Unterschiede im Herstellungsprozess, da Weizen zum Beispiel das bei Roggen übliche Druckverfahren beim Kochen nicht unbeschadet überstehen würde.

Mit seinem relativ hohen Weizenanteil ist der Maker’s Mark auch heute noch eine Rarität unter den Bourbon Whiskeys. Der höhere Preis, der Maker’s Mark als ersten Premium Bourbon Whiskey definierte, begründet sich auf dem veränderten, langsameren und aufwändigeren Herstellungsverfahren, das in der Vergangenheit offensiv mit Werbesprüchen wie „It tastes expensive ... and it is!“ beworben wurde. Herkunft und Tradition spielen neben der besonderen Rezeptur dabei eine ebenso große Rolle, da die aus dem Jahre 1889 stammende Brennerei heute in der fünften Generation von der Familie Samuels geleitet wird, nachdem sie Anfang des 20. Jahrhunderts für mehrere Jahrzehnte stillstand.

Maker’s Mark verwendet auf seinen Flaschen die in Schottland gebräuchliche Schreibweise für Whisky ohne das amerikanische „e“ zu verwenden, um sich von anderen amerikanischen Straight Bourbon Whiskeys deutlich abzusetzen. Mit dem Gründungsjahr im 19. Jahrhundert ist dieWhiskeybrennerei Maker’s Mark die älteste noch in Betrieb befindliche Brennerei in den USA und befindet sich in klassischen, in den Farben Rot und Braun gehaltenenen, restaurierten Gebäuden, die noch aus der Zeit vor dem Sezessionskrieg (1861 bis 1865) stammen. Die Produktionsanlagen und Gebäude in Loretto, Kentucky, sind nocht weitgehend im historischen Originalzustand, während sich die Lagerhäuser für die mindestens vierjährige Reifung des Kentucky Straight Bourbon Whiskey verstreut im ganzen Bundestaat Kentucky befinden.

Maker’s Mark stellt heute pro Tag etwa 40 Fässer Whiskey her, der dem eigenen Anspruch zur Folge noch weitgehend von Hand hergestellt wird. Auch der charakteristische Verschluss mit dem roten Wachs, der als Markenzeichen von Maker’s Mark eingetragen ist, wird noch von Hand aufgetragen. Besondere Abfüllungen mit unterschiedlichem Alkoholgehalt können auch eine Versiegelung mit schwarzem oder goldenem Wachs tragen, wobei die rote Varietät in der Regel 45% Alkohol aufweist. Als typischer Kentucky Straight Bourbon Whiskey erfolgt die Reifung in Fässern aus ausgekohlter amerikanischer Weißeiche für bis zu sieben Jahre.

Besonders erfolgreich ist Maker’s Mark auch in Japan, was sicherlich damit zusammenhängt, dass der Whiskeyproduzent heute im Besitz des großen Getränkekonzerns Beam Suntory ist, dessen Wurzeln im Falle des federführenden Suntory in Japan zu finden sind. Seit 1988 ist Maker’s Mark auch in Deutschland erhältlich. Sahnig-cremig, fruchtig, mit Vanille-, Karamell- und einer feinen Holznote steht der besonders weiche Kentucky Straight Bourbon von Maker’s Mark für alles, was einen echten Bourbon ausmacht. Im Nachklang eher trocken und kurz mit einem wärmenden Gruß zum Abschied kann man mit ihm auch klassische Bourbon Whiskey Cocktails sehr fein zubereiten.

Herkunft des Maker’s Mark Whisky: USA, Kentucky, Loretto